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Die dramatischen Bilder der Borkenkäferkalamität sind mittlerweile überall bekannt. Die Schadholzmenge seit den Herbststürmen im Jahr 2017 wird im Landkreis Görlitz bis zum Frühjahr 2020 auf zirka 460.000 Festmeter ansteigen. Das entspricht 20 Prozent der Fichtenreinbestände des Landkreises und einer Fläche von etwa 1.300 Hektar.

Waldbesitzer sollten auch in den kommenden Monaten die Stehendbefallskontrollen weiterhin regelmäßig, möglichst monatlich, durchführen und die geschädigten Bestände bis Ende März 2020 sanieren. Da vor allem im mittleren Bereich des Landkreises Görlitz, um die Königshainer Berge, die Population der Borkenkäfer eine vollständige dritte Generation ausgebildet hat, die nun in historischer bisher unbekannter Anzahl in die Überwinterung im Boden oder unter der Rinde geht, könnte sich für das kommende Jahr die Schadholzmenge gegenüber des diesjährigen Wertes verdreifachen.

Nicht nur Fichten, vor allem auch Lärchen und Kiefern sind mittlerweile durch Borkenkäfer infolge der Trockenheit der letzten zwei Jahre geschädigt. Deshalb ist auch in den Kieferngebieten im mittleren und nördlichen Teil des Landkreises Görlitz erhöhte Achtsamkeit geboten. Die Kiefernbestände sind durch die anhaltende Dürre ebenfalls unter starkem Trockenstress und in einigen Gebieten sind auch hier Bestände, Baumgruppen oder Einzelbäume durch die Kiefernborkenkäfer und den Blauen Prachtkäfer geschädigt. In vielen Wäldern sind braune Kiefern zu sehen. Hier muss jeder Waldbesitzer regelmäßige Kontrollgänge durchführen, die betroffenen Bäume fällen, abtransportieren bzw. die Stämme schälen und die Rinde verbrennen.

Für die kommenden Monate sind regelmäßige Kontrollgänge in allen Nadelholzwäldern unerlässlich. Das Kreisforstamt weist deshalb nochmals auf die im Landkreisjournal vom 22. März 2019 veröffentlichte Allgemeinverfügung zur Erfassung und Bekämpfung von holz- und rindenbrütenden Schaderregern (Nadelholzborkenkäfer) im Privat- und Körperschaftswald hin.

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