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Länderbahn fordert Verbesserungen am Schienen-Netz

Der inzwischen seit zwei Wochen andauernde, in Teilen extreme Wintereinbruch hat in den sächsischen Netzen der Länderbahn zu zahlreichen Einschränkungen der Zugverkehre geführt. Studenweise Sperrungen der Strecken zwischen Bischofswerda und Zittau sowie Görlitz brachten zahlreichen Pendlern viele Probleme.

Bild: Die Länderbahn

„Zunächst einmal möchte ich mich bei unseren Fahrgästen für das entgegengebrachte Verständnis bedanken“, sagt Länderbahn-Geschäftsführer Wolfgang Pollety. „Dennoch muss ich auch feststellen, dass sicherlich ein Teil der Probleme zu vermeiden gewesen wäre. Damit meine ich vor allem eine Vielzahl von Zugkollisionen mit umgestürzten Bäumen. Zum Glück wurde dabei niemand verletzt. Eine engagierte Grünpflege durch den Infrastrukturbetreiber DB Netz entlang der Strecken in der schneefreien Zeit hätte sicher eine Vielzahl der Sperrungen verhindern können.“Pollety führte hier insbesondere die Netze der “waldbahn”, der “vogtlandbahn” und des “trilex” an. Hier mache die Länderbahn regelmäßig Druck auf den Netzbetreiber, um für Abhilfe zu sorgen.

Ein weiteres Problem sei der Winterdienst. „Im Gegensatz zu anderen Ländern ist aber das System Schiene bei uns längst keine Alternative mehr bei winterlichen Wetterbedingungen, so wie es das etwa in Österreich weiterhin ist. Dort steigt man bei Schnee vom Auto in den Zug, nicht umgekehrt“. Hier blieben Zugstrecken meist länger gesperrt. Grund dafür sei offenbar fehlende oder nicht verfügbare Räumtechnik. Damit vergebe sich das Bahnsystems als eigentlich überlegener Verkehrsträger einer wichtigen Chance. 

Pollety: “Unsere länderbahneigenen Trassen konnten auch während des massiven Schneefalls größtenteils in Betrieb gehalten werden, obwohl die Bedingungen dort keinesfalls leichter sind.“ Pollety kündigte an, sich zeitnah mit DB-Netz auf Leitungsebene in Verbindung zu setzen und mit Blick auf die nächsten Monate spürbare Verbesserungen in Sachsen einzufordern.

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