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Der Countdown läuft – Dresden, Chemnitz und Zittau mit ihren Bewerbungen nun offiziell im Rennen

Ich freue mich über gleich drei sächsische Bewerbungen um den Titel Europäische Kulturhauptstadt 2025 und wünsche allen drei Städten bereits in der ersten Auswahlrunde viel Erfolg«, erklärt Sachsens Kunstministerin Dr. Eva-Maria Stange anlässlich der nun beendeten Bewerbungsfrist. Sie betont: »Die drei sächsischen Bewerberstädte gehen mit ganz unterschiedlichen Schwerpunkten in die Bewerbung, im Jahr 2025 Europäische Kulturhauptstadt zu werden. In allen drei Städten erfolgte dafür eine umfangreiche Konzept- und Bürgerbeteiligungsphase mit vielen und breiten Diskussionen. Trotz unterschiedlicher Konzepte präsentieren sie alle gleichermaßen die kulturelle Vielfalt und den Reichtum, ja auch die Verankerung des europäischen Gedankens in ganz Sachsen. Der Wettbewerb mit den weiteren Bewerberstädten ist offen, doch ich hoffe sehr, dass es mindestens eine oder auch mehrere der sächsischen Bewerber auf die short list schafft. Natürlich haben wir den Wunsch, dass eine sächsische Bewerberin Ende nächsten Jahres den Zuschlag erhält.«

Es sei wohltuend zu sehen gewesen, wie sich die drei sächsischen Städte in der bisherigen Konzeptphase vom Prinzip der kooperativen Konkurrenz leiten ließen. Neben allen Unterschieden in den Konzepten entwickelten die drei Städte unter Einbeziehung der Region Ideen für ein menschliches und kulturvolles Miteinander in unserer Gesellschaft. Dies sei eine wichtige Komponente des bisherigen Prozesses gewesen, mit den Bürgern ins Gespräch zu kommen und gemeinsam wichtige Fragen zu beantworten: Wie wollen wir in dieser Gesellschaft zusammenleben? Welchen Beitrag kann jeder Einzelne dazu leisten? Welche Rolle spielt dabei die Kultur? Was bedeutet Europa für jeden Einzelnen? Ministerin Dr. Stange erklärt: »Die Ergebnisse dieses bedeutsamen Prozesses der Selbstvergewisserung bleibt, ganz gleich wie der Wettbewerb nun ausgeht. Ohne die Bewerbungen wären diese innerstädtischen Diskussionen wohl in der Intensität nicht erfolgt. Deshalb haben für mich schon jetzt alle drei Städte einen Gewinn davongetragen.«

Die Sächsische Staatsregierung hat bisher die Bewerbungen der Städte Chemnitz, Dresden und Zittau um den Titel Europäische Kulturhauptstadt 2025 gleichberechtigt gefördert. In den Jahren 2018 und 2019 wurden die Bewerberstädte mit je 100.000 Euro unterstützt und konnten sich in Brüssel vor Kommissionsmitgliedern präsentieren. Zudem trafen sich die Akteure der Bewerbungsbüros mit Vertretern bisheriger Europäischer Kulturhauptstädte zu einer Fachtagung im SMWK. 2020 kommen für die auf der short list befindlichen Bewerberstädte abermals 600.000 Euro staatlicher Förderung hinzu. Im Falle der Ernennung einer der drei sächsischen Bewerberstädte zur Europäischen Kulturhauptstadt 2025 kann laut einem Kabinettsbeschluss von 2019 diese mit einem Landeszuschuss von bis zu 20 Millionen Euro planen. »Für mich ist es nur folgerichtig, dass sich der Freistaat finanziell engagiert. Wenn eine sächsische Stadt siegreich aus dem Wettbewerb hervorgeht, werden wir in schwierigen Zeiten zeigen, dass wir zu Europa stehen. Wir haben Europa viel zu verdanken und wir fühlen uns Europa verpflichtet. Eine sächsische Kulturhauptstadt wird ein Bekenntnis zu einem europäischen Miteinander in einem gemeinsamen europäischen Kulturraum ablegen.«

Neben den drei sächsischen Städten haben sich Gera, Hannover, Hildesheim, Magdeburg und Nürnberg beworben. Am 12. Dezember wird eine internationale Jury verkünden, welche Städte in die zweite Runde des Bewerbungsprozesses auf die sogenannte short list kommen. Die Kandidaten haben bis Juli 2020 Zeit, ihre Bewerbungsunterlagen zu überarbeiten. Im September/Oktober 2020 entscheidet die Expertenjury und gibt die deutsche »Kulturhauptstadt Europas 2025« bekannt. Im Jahr 2025 wird nach West-Berlin (1988), Weimar (1999) und Essen (RUHR.2010) zum vierten Mal eine deutsche Stadt den Titel tragen. Neben Deutschland wird auch Slowenien im Jahr 2025 eine Kulturhauptstadt stellen.

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