OstritzPolizeimeldungen

Kriminalitätslage in Ostritz: Polizei ist KEINE Häufung von Straftaten bekannt

Am 6. März 2019 betitelte die Sächsische Zeitung einen Beitrag mit der Überschrift „Die Diebe kommen jede Nacht“. In dem Artikel schilderten zwei Einwohner der Grenzstadt Ostritz, dass sie wiederholt Opfer von Einbrechern oder Dieben geworden seien. Wie die Polizei mitteilt, sei dabei vor vor allem die Aussage, wonach einer der Interviewten es aufgegeben habe, jedes Mal die Polizei zu rufen sehr bedenklich. “Nach dem Erscheinen des Zeitungsartikels hat das örtlich zuständige Polizeirevier Zittau-Oberland die Kriminalitätslage in Ostritz und dem Ortsteil Leuba erneut tiefgründig untersucht. Dabei zeigte sich, dass sich die Schilderungen auf Grundlage von belastbaren Fakten nicht belegen lassen”, so Pressesprecher Thomas Knaup.

Die Polizei erklärt:

Fakten:
Eine Recherche hat ergeben, dass der Polizei im Zeitraum 1. Januar 2019 bis 8. März 2019, also binnen einer Zeitspanne von 67 Tagen, acht vollendete Eigentumsdelikte mit Tatort in der Stadt Ostritz oder dem Ortsteil Leuba angezeigt wurden. Weitere sechs Einbrüche oder Diebstähle blieben im Versuch stecken. In Summe sind der Polizei also 14 Eigentumsdelikte angezeigt worden.

Die Kriminalpolizei führt die Ermittlungen zu den aktuellen Fällen und prüft etwaige Zusammenhänge. Ob es sich bei den Tätern um ausländische Staatsbürger oder gar ein und dieselben Personen gehandelt hat, kann aus polizeilicher Sicht jedoch erst nach dem Abschluss der Ermittlungen gesagt werden. Bis dahin bleibt Vieles Spekulation.

Bewertung:
Aus der Analyse der Polizeilichen Kriminalitätsstatistik (PKS) zeigt sich, dass die Kriminalitätsbelastung bei Eigentumsdelikten in den Städten und Gemeinden entlang der Neiße in den zurückliegenden zwei Jahren um mehr als ein Viertel zurückgegangen ist. Um die bekannten Fallzahlen in Relation zu setzen: Die Kriminalitätsbelastung an Eigentumsdelikten war in Görlitz (ca. 500) oder Zittau (ca. 100) im selben Zeitraum um ein Vielfaches höher. Beide Städte stellen für die Polizei mit Blick auf Eigentumskriminalität seit Jahren den Schwerpunkt der Lage dar.

Schlussfolgerung:
Die Polizei nimmt die Sorgen der Ostritzer Bürger ernst. Der örtliche Bürgerpolizist, die Streifen des Reviers Zittau-Oberland oder der Bundespolizei sind zudem beinah jede Nacht lage- und auftragsangepasst in Ostritz präsent. Dabei sind die Beamten nicht nur in Uniform im Einsatz, um gerade in den Nachtstunden in den zumeist menschenleeren Gassen nicht sofort aufzufallen. Auch die Gemeinsame Fahndungsgruppe (GFG) Neiße, die mit Beamten der polnischen und sächsischen Kriminalpolizei beiderseits der Neiße agiert, wurde in die Streifentätigkeit eingebunden.

Eine wichtige Botschaft:
Die Polizei kann die Kriminalitätslage nur dann objektiv bewerten, wenn jede Straftat zur Anzeige gebracht wird. Im Umkehrschluss kann die Polizei bei einem Verzicht auf eine Anzeige auch keine Kenntnis von einem lokalen Problem erlangen. Die Bürger, die meinen, mit dem Problem allein gelassen zu werden, schneiden sich so leider ins eigene Fleisch.

Darum bittet die Polizei:

  • Bleiben Sie aufmerksam und informieren Sie die Polizei, wenn Sie gerade in den Nachtstunden auffällige Fahrzeug- oder Personenbewegungen in Ostritz bemerken.
  • Eigentum verpflichtet. Kümmern Sie sich selbst um ihr Hab und Gut. Viel zu oft stellen die Streifen bei ihren Kontrollen fest, dass auch zur Nachtzeit Garagen oder Schuppen unverschlossen bleiben. Gelegenheit macht bekanntlich Diebe!
  • Handeln Sie nicht eigenmächtig. Es ist ausschließlich Aufgabe der Polizei, Personen anzuhalten, zu kontrollieren oder gar festzunehmen.
  • Bringen Sie einen Einbruch oder Diebstahl zur Anzeige. Nur dann kann die Polizei die aktuelle Situation vor Ort und eine Häufung von Straftaten richtig bewerten und entsprechend reagieren.
  • Eine Anzeige kann auch via Internet geschehen. Wenn Sofortmaßnahmen geboten sind, beispielsweise wenn Täter auf frischer Tat agieren, ist der sofortige Anruf beim Notruf 110 jedoch der beste Weg.

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