TheaterZittau und Umgebung

Das Gerhart-Hauptmann-Theater stellte bei der Jahrespressekonferenz die neue Spielzeit 2019 2020 vor

Im Rahmen der Jahrespressekonferenz am Dienstag, dem 14. Mai stellten die Spartenleiter von Musiktheater, Schauspiel, Tanz und Konzert die neue Spielzeit am Gerhart-Hauptmann-Theater vor. Im Foyer Café in Görlitz, informierten die Geschäftsführer Klaus Arauner und Caspar Sawade, Schauspielintendantin Dorotty Szamla, die Leiter der Tanzcompany Dan Pelleg und Marko E. Weigert sowie die Generalmusikdirektorin Ewa Strusińska die anwesenden Journalisten und Sponsoren über die Highlights der Spielzeit 2019/2020.

Die neue Spielzeit im Musiktheater

Generalintendant Klaus Arauner verspricht dem Publikum eine spannende und unterhaltsame Spielzeit im Musiktheater mit sechs Premieren und drei Wiederaufnahmen. Darüber hinaus bieten die verschiedenen Stücke, so unterschiedlich sie auch sein mögen, alle die Möglichkeit sich näher mit Fragestellungen der Moral und Ethik auseinanderzusetzen.

Als vergnüglicher Auftakt erwartet die Zuschauer im Oktober 2019 die Operette »Die Fledermaus«. Dieses lustige Verwirrspiel des Walzerkönigs Johann Strauß ist ein echter Klassiker. Weiter geht es mit Meyerbeers Oper »Dinorah«. Das Werk über die schwierige Wahl zwischen emotionalem und materiellem Glück, ist die erste Meyerbeer-Oper, die seit fast 100 Jahren in Görlitz gespielt wird. Für Begeisterung sorgen wird ab Mai 2020 auch Mozarts Oper »Don Giovanni«. Die Abenteuer des spanischen Edelmanns verbinden Dramatik, Spaß und selbstverständlich wunderbare Musik. Im Görlitzer Stadthallengarten wird mit »Evita« ab Juni 2020 Musical vom Feinsten geboten. Andrew Lloyd Webber schuf mit dem bewegenden Stück über das Leben der argentinischen Präsidentengattin Eva Perón eines der besten Musicals. Die Publikumslieblinge »Der Zauberer von Oz« und »Liebesgrüße aus Muskau« bleiben im Repertoire. Außerdem wird die Operette »Eine Nacht in Venedig« wiederaufgenommen.

Eine Neuerung im Bereich Musiktheater wird es ab der neuen Spielzeit geben: Im Vorfeld der Opern-Premieren werden Einführungsmatineen stattfinden, im Zuge derer Musiktheaterdramaturg Ivo Zöllner gemeinsam mit dem jeweiligen Leitungsteam auf die entsprechende Produktion eingehen wird.

Die neue Spielzeit der Neuen Lausitzer Philharmonie

Für die Generalmusikdirektorin Ewa Strusińska ist 2019/2020 die zweite Spielzeit mit der neuen Lausitzer Philharmonie. Diese wird sich an der deutsch-österreichischen Sinfonik orientieren. Bei dem 1. Philharmonischen Konzert wird dementsprechend die 9. Sinfonie des österreichischen Komponisten Gustav Mahler erklingen. Weiter geht es mit großen Komponisten wie Wolfgang Amadeus Mozart, Johannes Brahms und Joseph Haydn. Natürlich darf im Beethoven-Jahr 2020 auch ebendieser große Künstler nicht fehlen. Im 7. Philharmonischen Konzert wird seine »Pastorale« 6. Sinfonie in F-Dur zu hören sein. Diese erklingt zugleich als Teil einer weltweiten Initiative. Das Beethoven-Pastorale-Projekt möchte auf die Sorge um den Erhalt unserer Umwelt aufmerksam machen. Selbstverständlich sind auch die beliebten Jungen Konzerte wieder mit dabei. So werden Maria Weber als Maria Papillon, Torsten Imber als Hexe Hillary und René Rosner als Herr Rosner wieder im Görlitzer sowie im Zittauer Theater bei insgesamt zehn Konzerten Kindern die verschiedensten Formen und Facetten von Musik näherbringen.

Die neue Spielzeit im Schauspiel

Schauspielintendantin Dorotty Szalma freut sich in der neuen Spielzeit auf insgesamt zwölf Schauspielpremieren, darunter drei Uraufführungen. Das Motto der Spielzeit 2019/2020 ist »Entscheidungen«. In dieser Hinsicht kann das Theater dem Zuschauer Erleichterung und Ablenkung verschaffen oder zum Nachdenken anregen. Los geht es im Oktober zunächst einmal mit Erleichterung und britischem Humor. Die Komödie von Henry Lewis, Jonathan Sayer und Henry Shields »Mord auf Schloss Haversham« wird die Spielzeit im Schauspiel eröffnen.

Das Musical für eine Schauspielerin »Heute Abend: Lola Blau« bringt schon etwas mehr Schwere ins Spiel. Der Soloabend aus der Feder des Österreichers Georg Kreisler beschreibt das Schicksal einer jüdischen Künstlerin zur Zeit des Nationalsozialismus. Als traditionelles Weihnachtsmärchen kommt in diesem Winter der Kinderklassiker »Pinocchio« auf die Bühne. Die Kinderbuchfigur des Italieners Carlo Collodi, deren Nase wächst, sobald sie lügt, ist bei Kindern auf der ganzen Welt bekannt und beliebt.

Mit »Mothers« ist ab Februar 2020 auf der Studiobühne die erste, aber nicht die letzte, Uraufführung der Spielzeit zu sehen. Das Stück über die Aufarbeitung eines Kindheitstraumas ist darüber hinaus eine Kooperation mit dem Teatr Polski Wrocław und dem Psychoteatr Wrocław. Eine weitere Kooperation steht im März 2020 mit der Dystopie »Endland« an. Das Stück über ein Deutschland, welches sich mit einer Grenzmauer vor dem Flüchtlingsstrom abgeschottet hat, nachdem die Partei Nationale Alternative an die Macht kam, könnte aktueller nicht sein. »Endland« entsteht als Koproduktion des TheaterJugendClubs Zittau mit dem Schauspielensemble und den Städtischen Museen Zittau. Die Zittauer Sommertheatersaison bietet gleich zwei Uraufführungen. Sowohl der Gruselspaß im Klosterhof Zittau »Ein Biss für Zwei – Das Blutsauger-Duell« als auch die Adaption des beliebten Italo-Western-Klassikers »Die rechte und die linke Hand des Teufels« auf der Waldbühne Jonsdorf waren noch nie zuvor auf einer Theaterbühne zu sehen.

Das Kriminalstück »Revanche« aus der vergangenen Spielzeit wird als Wiederaufnahme den Spielplan komplettieren.

Die neue Spielzeit im Tanz

Die Tanzdirektion kündigt für die neue Spielzeit vier Premieren an. Direkt zu Beginn gibt es im Oktober etwas ganz Besonderes zu feiern: Die wee dance company wird 20! Dieses Jubiläum muss natürlich gebührend zelebriert werden. Mit der Tanzgala »Wee Are Twenty« lassen die Mitglieder der Görlitzer Tanzcompany gemeinsam mit dem Publikum die letzten zwanzig Jahre Revue passieren. Für die kleinesten Zuschauer gibt es auch in diesem Jahr ein Märchen. »Das kleine Mädchen mit den Schwefelhölzern« ist zwar ein eher tragisches Märchen, regt aber dennoch zum Träumen an.

In dem Tanzstück »DE FESCHE MODE« wird der Zwiespalt des Sich-Modisch-Anpassen-Wollens und Doch-Individuell-Seins ausgelotet. Das Zukunftsplädoyer »Egoversum« setzt sich mit unserer Wahrnehmung der Jugendlichen von heute auseinander. Sind sie wirklich alle nur auf ihr Handy und die sozialen Medien fixiert? Was ist mit Aktionen wie Fridays for Future? Und wie ist das eigentlich mit unserer eigenen Verantwortung als Erwachsene? Zu guter Letzt entführt Sie die Tanzcompany wortwörtlich ins Wunderland mit der beliebten Inszenierung »Wunderland – Wie nächtliche Schatten«.

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