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In den vergangenen Wochen hat die Landkreisverwaltung mit reger Beteiligung von Schulträgern sowie den betroffenen Städten und Gemeinden die künftige Linienführung im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) in der Region Löbau-Zittau auf den Weg gebracht.

Erweiterte Anforderungen an die Genehmigungsfähigkeit des Vorhabens durch das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (LASuV) sind unter anderem der Grund, dass die Umsetzung der eigentlich für den Beginn des neuen Schuljahres geplanten ÖPNV-Angebotsänderung auf den 1. Januar 2021 verschoben werden muss.

„Für die bisherige sehr konstruktive und ideenreiche Mitwirkung bedanke ich mich herzlich bei allen beteiligten Schulen und Kommunen” so Landrat Bernd Lange. Zudem betont er, dass die im persönlichen Austausch erzielten Kompromisse, insbesondere zu den Abfahrts- und Ankunftszeiten sowie zur Taktung, anhand derer beispielsweise in den Bildungseinrichtungen zum Teil ganze Unterrichtseinheiten und zusätzliche außerschulische Angebote zeitlich optimiert werden mussten, auch weiterhin Bestand haben.

Mitte Mai 2020 teilte der Mobilitätspartner des Landkreises Görlitz, die Kraftverkehrsgesellschaft Dreiländereck mbH Zittau (KVG) mit, dass es weiterer Abstimmungen zu den Fahr- und Dienstplänen mit Blick zu den am Wochenende vorzuhaltenden  Dienstleistungen bedarf. Das Sächsische Landesamt für Straßenbau und Verkehr (LASuV) forderte als Genehmigungsbehörde von der Landkreisverwaltung darüber hinaus umfangreichere Unterlagen sowie detailliertere Begründungen für einzelne Linienführungen und vermeintliche Angebotsverschlechterungen.

„Die erwähnten Anregungen und Wünsche sind sicher berechtigt, in der Kombination allerdings führen sie zu einem zusätzlichen Arbeitsaufwand. Daraus ergibt sich, dass der ursprüngliche Zeitplan für die Umsetzung des Projektes ANSCHLUSS 2021 im August 2020 nicht eingehalten werden kann”, begründet der Dezernent des Landkreises Görlitz, Thomas Rublack, die Notwendigkeit einer erneuten Verschiebung der Angebotsänderungen.

Die Landkreisverwaltung wird mit den beteiligten Akteuren bisher entstandene Unstimmigkeiten weiter erörtern und die Angebotsänderungen bei Bedarf in Stadtrats- und Gemeinderatssitzungen vorstellen.

Der tschechische Verwaltungsbezirk Liberec teilte dem Landkreis Görlitz mit, dass aufgrund des starken Rückgangs der Passagierzahlen sowie finanzieller Engpässe im Zuge der Bewältigung der Corona-Pandemie bis mindestens Ende des Jahres 2020 kein Buslinienverkehr auf der Strecke Liberec – Petrovice stattfinden wird. Die Buslinien 6 (deutsche Seite) und fortführend 77 (tschechische Seite) können demnach ab Lückendorf nicht mehr betrieben werden. Ein Normalbetrieb wurde von den tschechischen Partnern für Anfang 2021 angekündigt. Ein genaues Datum steht allerdings noch nicht fest.

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